Zeitarbeit ein Weg aus der Arbeitslosigkeit
Vor allem Erwerbslose profitieren von der hohen Nachfrage nach Zeitarbeitskräften. Derzeit arbeiten in Deutschland rund 800000 Zeitarbeiter. Zeitarbeit hatte lange eher ein negatives Image, es herrschte das Vorurteil, und nicht immer zu Unrecht, dass Zeitarbeiter zu Dumpinglöhnen eingekauft und an andere Unternehmen vermittelt werden. "Zeitarbeit? Da werde ich doch nur ausgebeutet", "Arbeit zweiter Klasse". Solche weit verbreiteten Ansichten spiegelten lange Jahre das Bild der Zeitarbeit in der Öffentlichkeit wieder. Dieses negative Bild hat sich gewandelt. Inzwischen ist dieses Image aber längst überholt. Es gibt geregelte Tarifverträge und feste Gesetzgebungen und es werden auch längst nicht mehr nur Arbeitskräfte im Niedriglohnsegment vermittelt, Zeitarbeit bedient mittlerweile alle Branchen.
Die Branche Zeitarbeit boomt in Deutschland und hat viele Arbeitsstellen geschaffen. Um mehr als hunderttausend ist die Beschäftigtenzahl bei den Personal-Dienstleistern allein im letzten Jahr gestiegen – Tendenz steigend. Der Jobmotor Zeitarbeit hat auch dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahlen in den letzten Jahren drastisch gesunken sind.
„Zeitarbeit ist ein erfolgversprechender Weg in die Arbeitswelt“, verspricht der Geschäftsführer der Globalpers GmbH Bernhard Kienhöfer und zeigt die Möglichkeiten und Chancen: „Zeitarbeitsunternehmen bieten vielfach Einsatzmöglichkeiten in Wohnortnähe und Entleihbetriebe testen häufig die Arbeitnehmer für eine dauerhafte Übernahme – besonders wichtig aber ist, dass gerade ältere Arbeitslose und Berufsanfänger auf diesem Weg in die Berufswelt integriert werden. Das junge Arbeitnehmer berufliche Erfahrung gewinnen können, die oft eine zwingende Einstellungsvoraussetzung ist. Für Arbeitslose, Berufseinsteiger- und Rückkehrer bietet die Zeitarbeit gute Chancen, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Aber auch für Menschen, die bereits länger arbeitslos oder in Hartz IV sind, ist Zeitarbeit eine tragfähige Brücke zurück in den Arbeitsmarkt. Wir wollen den arbeitsuchenden Menschen zeigen, dass die Zeitarbeit gute und seriöse Chancen bietet – auch und besonders für diejenigen, die sich in der Vergangenheit häufig erfolglos beworben haben. Heute arbeiten mehr als dreimal soviel Beschäftigte bei Zeitarbeitsfirmen wie noch vor zehn Jahren.
Zunehmend nutzt auch qualifiziertes Personal diese Form der Beschäftigung. Eine aktuelle Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt: Die Nachfrage nach Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern steigt weiter.
Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit der Zeitarbeit, um geeignete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. So lernen sie in kurzer Zeit viele Menschen mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten kennen. Zeitarbeiter bekommen Einblicke in viele Unternehmen und deren "Kultur". Auf diese Weise gewinnen sie umfangreiche Kenntnisse und Berufserfahrung. So verstehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Leiharbeitsverhältnis häufig als Übergang in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis.
Zeitarbeit heißt im Gesetzesdeutsch "Arbeitnehmerüberlassung". Zeitarbeitnehmer haben hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Entlohnung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaubsanspruch die gleichen Rechte wie jeder andere Arbeitnehmer. Einziger Unterschied: Sie arbeiten nicht bei "ihrem" Unternehmen, sondern ihr Arbeitgeber verleiht ihre Arbeitskraft an andere Firmen aus.
Dank Zeitarbeit ist die Arbeitslosenquote in Städten wie am Beispiel der Stadt Dachau wieder unter drei Prozent. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Dachau wird besser und besser, Ende März 2008 waren noch 2191 Frauen und Männer ohne Job, die Quote sank auf 2,9 Prozent. Das ist der beste Wert in einem März seit 1991 und zudem der beste im Agenturbezirk München. Wie sehr sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt hat, wird beim Vergleich zu 2007 besonders deutlich. Im März vor einem Jahr gab es im Landkreis Dachau 1081 Arbeitslose mehr, die Quote lag bei 4,5 Prozent. Im vergangenen März konnte darüber hinaus die Zahl der arbeitslosen Frauen, der älteren Jobsuchenden und der Langzeitarbeitslosen sogar überdurchschnittlich abgebaut werden. Für Fachleute ist das ein klares Zeichen für einen konjunkturellen Aufschwung.
"Der bayerische Arbeitsmarkt eilt von Rekord zu Rekord. Im Februar ist die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk München erneut gesunken und liegt nun bei 4,8 Prozent.
Weiterhin hoher Fachkräftebedarf setzte die positive Konjunkturentwicklung ihre Wirkung auf den Arbeitsmarkt weiter fort. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich reduziert. Die Entwicklung bei den älteren Arbeitslosen über 55 Jahre ist ähnlich, die Quote verminderte sich um 25,6 Prozent.
Auch in einer wirtschaftlich starken Region wie München sind Fachkräfte inzwischen schwer zu finden. Gebraucht werden vor allem Ingenieure, CNC-Dreher, Elektriker und kaufmännisches Personal. Besonders erfreulich ist, dass auch Ältere verstärkt Chancen erhalten. Diese Entwicklung ist mit aller Kraft zu fördern.
Einen unverändert starken Motor beim Beschäftigungszuwachs stellen die Zeitarbeitsfirmen dar. Mehr als ein Viertel aller Stellenangebote entfällt allein auf diese Branche.
„Unsere Arbeitsplätze in Deutschland sind uns wichtig; Zeitarbeit sichert und schafft Arbeitsplätze in Deutschland“. Zitat von Bernhard Kienhöfer Geschäftsführer Globalpers GmbH, Rede 14. Januar 2011